"Was genau tut ihr für geflüchtete Frauen?"

Diese Frage werden wir oft gefragt.

Es gibt viele Arten, sie zu beantworten. Heute möchten wir Ihnen nicht die Zahlen und Fakten, sondern die Essenz unserer Arbeit erklären:



Wir kennen hunderte von Frauen bei ihrem Vornamen.

Wir wissen, wie oft sie von Ort zu Ort ziehen mussten.

Wir wissen, dass sie auf ihrem Weg schreckliche Dinge erlebt haben.

Wir wissen, ob sie am Rande der Gesellschaft leben, ob sie angefangen haben, sich zu integrieren, ob sie noch immer versuchen einen kalten und abweisenden Kontinent zu verstehen.

Wir wissen, ob sie mit einer Reisetasche von Haus zu Haus ziehen, weil sie keine Papiere und somit keinen Anspruch auf Unterkunft und stattliche Unterstützung haben.

Wir wissen, wenn ihre Kinder krank sind, wenn sie in der Schule fehlen oder einen Arzttermin haben.

Wir wissen, wenn sie sich einsam fühlen, wenn sie niedergeschlagen sind, wenn es ihnen besser geht als zuvor, wenn sie Fortschritte oder Rückschritte gemacht haben.

Wir wissen, was sie belastet, was sie inspiriert, was ihnen Kraft gibt, was ihnen Angst macht.


Dies mag sich in Prozessen niederschlagen in administrativen Komplexitäten, Herausforderungen, Hindernissen, Budgets, Verschiebungen und Kosten, aber es zeigt auch unser unerschütterliches Engagement, den Frauen beizustehen, welche uns so sehr vertrauen, dass sie uns in die Augen schauen und mit uns ihre Träume, Ängste und Hoffnungen teilen.


Und das macht uns immer wieder Mut und bestärkt uns darin, unsere Arbeit fortzusetzen, egal, was uns im Weg zu stehen scheint. Wir sind es unseren Schwestern schuldig.