Laylas Weg aus dem Dunkel
- SAO

- 1. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Zwischen Lichterglanz und leisen Weihnachtsliedern erreichte uns eine Weihnachtsgeschichte, die stärker leuchtete als jede Kerze: die Geschichte von Layla* – einer Frau auf der Flucht, die nie aufgehört hat zu hoffen.

Layla* wächst in einem kleinen Dorf im Süden des Libanon auf, in einer grossen, lebendigen Familie. Doch Krieg, Besatzung und der Verlust geliebter Menschen legen sich wie ein Schatten über ihre Kindheit und zwingen sie früh, Verantwortung zu übernehmen und stark zu werden.
Jahre später, inzwischen verheiratet und Mutter von zwei Kindern, bleibt ihrer Familie nur noch die Flucht: Sie lassen ihr Zuhause und ihre Erinnerungen zurück und machen sich auf den gefährlichen Weg nach Europa. In Griechenland angekommen, stehen sie vor einer neuen Realität – ohne Sprache, ohne Sicherheit, ohne Gewissheit darüber, wie es weitergehen wird.
In Athen entdeckt Layla das Amina Centre, einen Ort, an dem sie nicht nur praktische Hilfe, sondern auch offene Türen und offene Herzen findet. Hier wird sie bei Behördengän-gen, Schulanmeldungen, Arztterminen und während der Schwangerschaft mit ihrem dritten Kind begleitet – Schritt für Schritt, damit aus Fremdheit langsam Alltag werden kann.
Trotz Rückschlägen – abgelehntem Asylantrag, verlorener Arbeit – gibt Layla nicht auf. Mit rechtlicher Unterstützung erhält ihre Familie schliesslich einen Aufenthaltsstatus, und Layla darf wieder arbeiten und ihren Kindern eine Zukunftsperspektive schenken.
Heute sagt Layla: „Das Leben entscheidet nicht über deine Identität – über, wer du bist –, sondern du selbst, durch das, was du tust.“ In einer Zeit, in der so Vieles unsicher ist, sind ihre Worte für uns wie ein leiser, aber klarer Weihnachtsstern.
*Name zum Schutz der Persönlichkeit geändert




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