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Abschiedsbrief einer Bashira-Klientin

  • Autorenbild: SAO
    SAO
  • vor 4 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Mit grosser Rührung teilen wir mit Ihnen den Abschiedsbrief, den wir von Christy, einer Bashira-Klientin erhalten haben:

«Mit Freude und Wehmut im Herzen möchte ich mich beim gesamten Team von Bashira bedanken, das meinen Aufenthalt hier auf der Insel Lesbos hoffnungsvoll, fröhlich und friedvoll gemacht hat. Selbst in meiner dunkelsten Stunde hatte ich euch und einen sicheren Ort, an den ich mich vor dem Lager zurückziehen konnte. Durch die Zeit mit euch kamen mir meine neun Monate im Lager wie neun Tage vor. Danke, dass ihr mich immer motiviert, begleitet und willkommen geheissen habt. Ich habe gemischte Gefühle beim Abschied: glücklich, dass ich mein Leben neu beginnen kann - traurig, weil ich euch immer vermissen werde. Für mich ist es kein endgültiger Abschied. Ich werde euch immer besuchen, wenn ich die Gelegenheit dazu habe. Ich werde meine Filmabende mit Annie, die Gespräche mit Ivy, das Lächeln von Anna, Sonia und allen anderen vermissen. Vor allem werde ich es vermissen, mein kleines Wissen mit den Frauen zu teilen. Vielen, vielen Dank. Ich liebe und schätze euch alle, das Bashira-Team.Mit viel LiebeChristie»


Auch unter strikter Einhaltung der Datenschutzrichtlinien kann unser Team bestätigen, dass diese Klientin über einen Zeitraum von rund einem Jahr hinweg regelmässig und sehr engagiert an den täglichen Aktivitäten des Bashira Centres teilgenommen hat. Sie verbrachte einen Grossteil ihrer Zeit bei uns und fand hier ein stabiles, unterstützendes Umfeld, das ihr im oft herausfordernden Alltag Halt und Orientierung bot.

Sie nutzte die vielfältigen Angebote für geflüchtete Frauen umfassend, insbesondere die Griechischkurse am KEM, dem Integrationszentrum der Gemeinde Mytilene. Dabei zeigte sie eine bemerkenswerte Lernbereitschaft und grosse Motivation, ihre Situation aktiv zu verbessern. Gleichzeitig war sie eine wichtige Stütze für andere Frauen aus ihrer Gemeinschaft: Sie teilte ihr Wissen, gab Informationen weiter und ermutigte viele, ebenfalls an den Aktivitäten und Angeboten des Bashira Centres teilzunehmen. So trug sie nicht nur zu ihrer eigenen Stabilität bei, sondern stärkte auch das Gemeinschaftsgefühl und die Teilhabe anderer.

Gerade während der langen und oft zermürbenden Wartezeit ihres Asylverfahrens half ihr diese aktive Rolle dabei, Hoffnung zu bewahren und sich getragen zu fühlen.



 
 
 

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