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Akuter Mangel an Sachspenden auf Lesbos

Die Situation von Geflüchteten auf Lesbos ist aufgrund der aktuellen bewaffneten Konflikte komplett in Vergessenheit geraten, obwohl sie sich nicht entschärft hat. Aktuell befinden sich im Flüchtlingslager immer noch ca. 3'000 Personen. Dem gegenüber steht, dass immer mehr Organisationen und Projekte sich aufgrund fehlender Spendeneinnahmen gezwungen sehen, ihre Arbeit auf Lesbos einzustellen. So leider auch verschiedene Organisationen, von denen wir bisher unsere Sachspenden beziehen konnten. Die wenigen Organisationen, die noch Lieferungen von Hilfsgütern erhalten, brauchen diese für ihre eigenen Projekte. Aufgrund dieser Mangellage steigt leider auch das Diebstahlrisiko innerhalb des Camps.

Im Camp sind sämtliche Container mit zwei Familien oder zu vielen Einzelpersonen besetzt. Es gibt nur sehr limitiert Zugang zu sauberem Wasser und Hygieneprodukten und die sanitäre Infrastruktur ist ungenügend und schlecht gewartet. Dies hat innerhalb des Camps zu einem Krätze-Ausbruch geführt, der von den Behörden nur ungenügend bekämpft wird. Die erforderlichen Massnahmen, wie das tägliche Waschen sämtlicher Kleider, Bett- und Frottierwäsche ist ein Ding der Unmöglichkeit, da keine Waschmaschinen zur Verfügung stehen. Auch zur medikamentösen Behandlung der sehr schmerzhaften Auswirkungen der hochansteckenden Krätze ist eine grosse Herausforderung, denn die Bewohner:innen des Camps haben nur sehr erschwert Zugang zu medizinischer Versorgung. Das Gesundheitssystem der Insel ist bereits für die lokale Bevölkerung (ca. 90'000) äusserst ungenügend.


Wir von SAO sind bestrebt, auch dieser Entwicklung entgegen zu wirken. Wir bieten unseren Klientinnen weiterhin das Bashira-Badezimmer als sicheren und sauberen Ort an, wo sie in Ruhe ihrer Körperpflege nachgehen können. Wir stellen Duschmittel und Shampoo und andere Hygieneartikel sowie gespendete Kleider und Schuhe zur Verfügung.


Leider neigen sich auch unsere Vorräte dem Ende entgegen und wir benötigen dringend Sachspenden (Kleider, Schuhe für Frauen und Kinder) und finanzielle Mittel, um Hygieneprodukte auf der Insel zu kaufen und damit auch die lokale Bevölkerung zu unterstützen.



Ende April konnten wir den Bashira-Kleiderschrank mit einem Koffer voll sehr schöner, gespendeter Kleider aus der Schweiz wieder auffüllen. Leider ist er schon wieder fast leer.


Falls Sie zuhause intakte Sommerkleider und Schuhe für Frauen und Kinder haben, welche Sie gerne dem Bashira Centre spenden würden, können Sie gerne ein ganz persönliches Love Parcel machen. Dazu kontaktieren Sie uns bitte via info@sao.ngo und wir geben Ihnen sehr gerne die entsprechende Postadresse auf Lesbos bekannt, wo Sie Ihr Paket hinschicken können.


DANKE für Ihre Unterstützung!


Ps: Ich habe von Lesbos wunderschöne handgefertigte und -bemalte Espressotassen einer lokalen Keramikkünstlerin mitgebracht - diese können sie in unserem WEBSHOP erwerben - schauen Sie rein!


Herzlich Raquel Herzog mit den Teams in Griechenland und der Schweiz






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