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Tereza Lyssiotis, Field Director Griechenland

Aktualisiert: Aug 4

Tereza Lyssiotis, Field Director Griechenland


Raquel: «Ich weiss genau, an welchem Abschnitt des Strandes von Lesbos ich im Januar 2016 stand, als mir jemand die Telefonnummer von Tereza in die Hand drückte. Ich sollte nachfragen, ob sie in Athen von den vielen Schuhen, die wir erhalten hatte, einige brauchen könnte. Tereza und ich führten in der Folge mehrere solche Telefonate. Als ich im April dann für ein paar Tage in Athen war, schlug ich ein Treffen vor. Aus diesem ersten Treffen auf einem hübschen Plätzchen in der Altstadt wurde eine Freundschaft und schliesslich die wunderbare Zusammenarbeit.

Tereza ist durch und durch integer und schlägt mit ihren Fachkenntnissen die stabile Brücke zwischen unserer Arbeit in Griechenland und der Schweiz.»


So stellt sich Tereza selber vor:

Hintergrund

Ich habe einen BA und einen M.Sc. in Politikwissenschaften (London School of Economics und Brandeis University, Massachusetts, USA).

Nachdem ich fast ein Jahrzehnt lang als Journalistin in meinem Heimatland Zypern gearbeitet hatte, zog ich nach Griechenland. Es folgten fünfzehn Jahre in der Öffentlich-keitsarbeit und im Projektmanagement, verbunden mit verschiedenen Herausfor-derungen, aber auch mit dem Knüpfen von starken Freundschaften.


Eine dieser Freundschaften führte mich im Herbst 2015 auf die, wie ich es nannte, "verwunschene Insel", die auf der Landkarte als Lesbos bezeichnet wird. Dort wurde ich Zeuge der Auswirkungen von Krieg und Unruhen in den Augen von Menschen, die feststellen mussten, dass ihr Eintritt in den europäischen Kontinent nicht Schutz und Sicherheit bedeutet, sondern eine weitere Etappe der Unsicherheit und des Elends.


Engagement bei SAO

Zu der Zeit, als die Flüchtlingszahlen in Griechenland in die Höhe schnellten und die Einheimischen schnell auf eine humanitäre Krise reagierten, auf deren Bewältigung das Land nicht vorbereitet war, schloss ich mich einer Gruppe von freiwilligen Frauen in einem Athener Lager für vertriebene Familien an, die jede Sekunde ihrer Freizeit einsetzten, um auf jede erdenkliche Weise zu helfen.

Als es an der Zeit war, in einen bezahlten Job zurückzukehren, wurde mir klar, dass es keinen Sinn mehr machte, dort weiterzumachen, wo ich aufgehört hatte. Fünf Jahre später bin ich immer noch hier, immer noch bei SAO, und fest davon überzeugt, dass es viele Möglichkeiten gibt, den Frauen, die wir unterstützen, Respekt zu erweisen.


Einer der Gründe für mein Engagement ist wichtiger als andere: Unsere Dienstleistungen sollten die gleiche Qualität haben wie die, auf die wir selbst ein Anrecht zu haben glauben. Genauso wie unsere Menschenrechte die gleichen sind wie die Menschenrechte der Frauen, die in den SAO-Tageszentren für vertriebene Frauen Zuflucht suchen.

Dieses gemeinsame Verständnis ist die treibende Kraft hinter den Bemühungen aller unserer Mitarbeiterinnen und Ehrenamtlichen, und es ist der Grund, warum die Arbeit für SAO Association so viel Sinn macht. Mein Wunsch, dass es einen Tag geben wird, an dem wir nicht mehr gebraucht werden, bleibt bestehen. Aber bis dahin ist es tröstlich zu wissen, dass SAO beabsichtigt, im Leben der Frauen, die sich entschieden haben, uns zu vertrauen, präsent und aktiv zu sein.

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